
Der Rambower See ist das Herzstück des Moores.
Vor größerer Entwässerung verschont geblieben
Das Rambower Moor ist ein nährstoffreiches Durchströmungsmoor. Es liegt wenige Kilometer nordöstlich der Stadt Lenzen im Kreis Prignitz. Während eines saaleeiszeitlichen Einbruchs im Gorlebener Salzstock, der sich bis zum Rambower Moor erstreckt, entstand die Rambower Rinne. Diese entwässert das Moor und den südlich gelegenen Rudower See in Richtung Elbe. Viele kalkreiche Quellen sowie Hangdruckwasser speisen das Rambower Moor, das mit dem Rudower See durch den Nausdorfer Kanal verbunden ist.
Sein relativ guter Zustand ist u.a. auf das geringe Gefälle zwischen dem Rambower und dem Rudower See zurückzuführen, das Entwässerungsmaßnahmen größeren Umfangs verhindert hat.
Das Moor in Kürze
Flächengröße: ca. 800 ha
Status: Vogelschutzgebiet (SPA), Naturschutzgebiet und als FFH-Gebiet gemeldet
Lebensraum für Fischotter, Seeadler, Kraniche, Tüpfelralle sowie bedrohte Tagfalter und zahlreiche Libellenarten
Brutrevier von Großer Rohrdommel, Kiebitz, Bartmeise, Wasserralle
Standort für seltene Pflanzen wie Sumpfherzblatt und mehrere Orchideenarten


Die artenreichen Wiesen sind eine Folge der extensiven Landnutzung.
Leben am Moor
Am Rande des Moores liegen die Dörfer Boberow, Rambow, Mellen und Nausdorf. Seit Jahrhunderten haben die Bewohner extensiv im Moor gewirtschaftet. Grünland wurde genutzt, Torf gestochen, Rohr geschnitten und im Rambower See gefischt. Die heutigen artenreichen Feuchtwiesen, sind das Ergebnis der Mäh- und Weidenutzung. Die Torfstiche haben sich zu seggenreichen Feuchtlebensräumen entwickelt.
Karte der Biotoptypen im Projektgebiet:Bitte klicken Sie zum Vergrößern auf die Karte.